Hi,
today a Blog Post in German, my english is to bad for this sad posting :o(
Gestern abend um 19 Uhr ist mein lieber Opa verstorben. Er war sehr krank und es war für ihn eine Erlösung. Vor einer Woche war ich mit meiner Mama und Lena noch da, ihn besuchen, es ging ihm zu dem Zeitpunkt besser und ich dachte wirklich, er schafft es.
Freitag wurde er vom Krankenhaus, in dem er seit vielen Wochen war, in ein Altersheim gebracht und da dachte ich wirklich, dass es aufwärts geht.
Leider war das nicht so, gestern morgen bekam meine Mama einen Anrun ihrem Bruder, dass Opa nicht mehr ansprechbar ist und sie so schnell wie möglich kommen soll.
Mein Opa und meine Oma leben in Holland, wir konnten also nie einfach mal eben so hinfahren. Meine Eltern und mein Bruder sind gestern spät nachmittag nach Holland gefahren, doch sie haben es nicht mehr rechtzeitig geschafft.
Alle meine Verwandten aus Holland waren gestern bei ihm und er war nicht allein in seinen letzten Stunden. Meine Mama hat gesagt, sie hat ihn sich nochmal angesehen und er sieht ganz friedlich und entspannt aus, mit einem Lächeln im Gesicht als wolle er sagen: Endlich.
Sorgen mache ich mir nun um meine Oma, sie waren 59 Jahre verheiratet und nun ist Opa plötzlich nicht mehr da. Oma hat Opa jahrelang versorgt, ihm geht es schon länger nicht gut und nun ist er einfach nicht mehr da.
Die Beerdigung ist wahrscheinlich am Samstag. Meine Mama und meine Oma haben gesagt, ich soll daheim bleiben mit Lena. Aber ich will mich doch von meinem Opa verabschieden! Meine Schwägerin hat mir angeboten, dass sie für die Zeit der Beerdigung mit Lena in Omas und Opas Haus bleibt, aber ich denke nicht, dass es ein idealer Ort für Lena ist, alle am weinen davor und danach, wie soll sie das verstehen und verarbeiten? Ich habe versucht ihr zu erklären, dass Uropa nun im Himmel ist, aber das versteht sie natürlich noch nicht.
Vielleicht fahre ich auch Samstag allein nach Holland, meine Schwester und meine Schwägerin fahren Freitag, da hab ich aber niemanden, der auf Lena aufpassen kann, Oli kommt Freitag erst spät heim.
Ich weiß einfach nicht wie ich es machen soll.
Wenn manche sich fragen, wieso ich sowas auf meinen Blog alles schreibe, mir tut es eingach gut, alles niederzuschreiben. Ich lese meine alten Einträge auch oft Monate später nochmal durch.
Opa, ich vermisse Dich, auch wenn wir uns nicht oft gesehen haben. Ich weiß noch genau, was Du im Sommer zu mir gesagt hast: Auf Wiedersehen. Mit Tränen in den Augen hast Du uns zum Abschied gesagt: Auf Wiedersehen, ich sage nicht Tschüss, ich will euch wiedersehen.
Und wir haben uns wiedergesehen, auch wenn Du mich und Lena nicht mehr erkannt hast letzte Woche.
Ich bin froh, das Lena Dich kennenlernen konnte und sie kann sich hoffentlich an Dich erinnern, wenn sie älter ist.
Ich hoffe, es geht Dir gut, da wo Du nun bist und Du musst keine Schmerzen mehr haben!
Gott schaute in seinen Garten und er sah einen freien Platz.
Dann schaute er zur Erde hinunter und sah Dein müdes Gesicht.
Er legte seinen Arm um Deine Schultern und hob Dich empor zu seiner Ruhe.
Gottes Garten muss wunderschön sein, denn er nimmt nur das Beste.
Er sah Dein Leiden, sah Deinen Schmerz.
Er sah, dass Dein Weg zu schwer war, weiterzugehen.
Er schloss Deine müden Augen und schenkte Dir seinen Frieden.
Es brach uns fast das Herz, Dich gehen zu lassen, aber Du bist nicht alleine gegangen.
Ein Stück von uns ging mit dir an dem Tag, als Gott dich rief.
Manchmal welkt etwas.
Es hat sein Alter erreicht.
Die Lebenskraft ist gewichen.
Gesundes hat sich in Krankheit aufgezehrt.
Wir merken:
Es ist an der Zeit zu gehen.
Mit dem letzten Atem –
vielleicht ein Aufatmen:
ich bin da.
Ich bin am Ziel meiner Tage.
Manchmal ist ein Gehen
wie eine Erlösung aus dem Gebrechen.
Peter Klever
Möglicherweise ist ein Begräbnis unter Menschen ein Hochzeitsfest unter Engeln.