Ich glaube das wird ein sehr langer Beitrag, also nehmt Euch etwas Zeit mit :-)
Meine Mutter ist heute nach Holland gefahren, weil sie dort etwas wichtiges auf einem Amt erledigen musste. Dazu brauchte sie jedoch noch ein Dokument, welches ich ihr heute morgen besorgen und dann nach Holland faxen sollte. Soweit so gut.
Um 10 Uhr musste ich heute morgen arbeiten, das Amt auf dem ich das Dokument holen sollte, öffnete um 8:30 Uhr. Lena ist um 7:35 aus dem Haus, ich bin duschen gegangen und hab mich fertig gemacht, mein Plan war, das ich gegen 9 Uhr wieder daheim bin, dann noch was esse und auf die Arbeit fahre. Toller Plan, der ging mal gründlich daneben.
Ich war pünktlich um 8:30 Uhr an dem Amt. Da dort eine Baustelle ist, musste ich woanders parken und ein kleines Stück laufen. Ich kam an so nem Turm vorbei und auf einmal merke ich, wie etwas auf mich herab fiel und dachte, das es regnet… und schau an mir herab und denke nur: NEIN! Es war nämlich kein Regen, sondern Vogelkacke. Zum Glück hatte ich eine Strickjacke angezogen, die war komplett vollgeschi**en. Die hab ich dann ausgezogen, und bin direkt zurück zum Auto. Da hab ich dann die ganze Bescherung gesehen, denn die Kacke war komplett überall, in meinen Haaren, auf meinem Gesicht, nicht nur auf der Jacke, sondern auch auf dem Shirt. Mit der Innenseite der Strickjacke hab ich mein Gesicht und meine Haare notdürftig sauber gemacht. Das hat so gestunken, widerlich. Es blieb mir aber nichts übrig, als in dieses Amt zu gehen, denn nochmal heimfahren und duschen und zurück hätte einfach zu lange gedauert, da dieses Amt nicht in meinem Wohnort ist.
Ich hab mich echt in Grund und Boden geschämt, das ich so verdreckt in dieses Amt bin. Ich hab es der Dame dann gleich erzählt, und sie sagte mir dann, das auf dem Turm oben ein Storchennest ist, und der mich dann wohl erwischt hat. Kein Wunder war das so viel Kacke, ich hab mich schon gewundert. Das Dokument hatte ich dann recht schnell und dann nix wie heim duschen. Unterwegs hab ich auf der Arbeit angerufen, das ich später komme, denn da war es scho 9:15.
Also heim, nochmal geduscht, geföhnt, geschminkt und noch was essen. Dazwischen wollte ich dann dieses Dokument nach Holland faxen. Doch das einzige was unser Fax gemacht hat, war zu piepsen. Das Fax ging nicht raus. Meinen Mann angerufen, der fragte mich dann doch allen ernstes ob ich nicht mit einem Fax umgehen kann?!? Ich beschloss, das Dokument mit zur Arbeit zu nehmen und es von da zu versuchen.
Direkt am Personaleingang steht ein Fax, mit dem kann man aber nicht ins Ausland faxen. Ich bin dann ins Personalbüro, die waren sich dann auch nicht sicher, ob das mit dem faxen funktioniert und wir kamen auf die Idee, das Dokument einzuscannen, mir per Email aufs iPhone zu schicken und ich leite es dann weiter. So haben wir es dann auch gemacht. Ich habe die Mail dann zum einen an meine Mutter weitergeleitet und an das Amt in Holland. Vorsorglich hab ich meine Mutter noch angerufen, damit sie Bescheid weiß, das dort kein Fax, sondern nur ne Email mit Anhang angekommen ist. Damit war für mich die Sache erledigt.
Ggeen 14 Uhr klingelt das Telefon und ich sah, das es eine Nummer aus Holland ist und dachte meine Mama meldet sich. Nein, da war eine Dame von dem Amt in Holland dran und fragte mich, ob ich ihr eine Kopie vom Pass meiner Mutter schicken könne? Ich hab ihr dann erklärt das ich arbeiten bin und keine Kopie habe, meine Mutter aber noch bei meiner Oma in Holland sei und sie da anrufen soll. Die Nummer weiß ich aber nicht auswendig und mein iPhone war im Büro eingeschlossen, ich hab der Dame dann erklärt, wie sie meine Oma erreichen kann und hoffte, dass das klappt. Als ich aufgelegt hatte, wunderte ich mich, woher diese Dame die Nummer von meinem Geschäft hat, denn ich hatte ihr ja nur ne Email geschrieben.
Dies klärte sich dann aber direkt auf, denn meine Kollegin aus dem Personalbüro rief mich 2 min später an und sagte, das die Dame zuerst bei ihr angerufen habe und eine Chantal sprechen wollte. Das Problem, die Dame sprach nur holländisch und meine Kollegin hat sie nicht verstanden, wohl aber den Namen und hat sie dann weiterverbunden. Woher sie die Nummer hatte? Aus der Email, die ich weitergeleitet hatte, da stand unten der Name meiner Kollegin, sowie ihre Durchwahl drin…
Schließlich hab ich nach Feierabend bei meiner Oma angerufen, die Dame vom Amt hatte sie erreicht, meine Mama hat alles erledigt und ich glaube, das reicht nun auch alles für einen Tag. Ich habe auf jeden Fall für Lachanfälle bei allen gesorgt, die diese Geschichte gehört haben und sicherlich auch bei Euch :-)